Kritisch nimmt die Leitung des Theaters Plauen - Zwickau in einer Pressemitteilung Stellung zu den Gedanken des Plauener Oberbürgermeisters Ralf Oberdorfer, die er jüngst in einem Presse-Interview über die Zukunft des Hauses geäußert hat. Begrüßenswert sei dabei zwar der Wunsch des Stadtoberhauptes das Theater Plauen - Zwickau bis zum Jahr 2020 als Vier-Spartentheater weiter zu führen. Doch der von Oberdorfer im Presse-Gespräch geäußerte Glaube, dass es keinen Erhalt eines Vier-Spartentheaters darüber hinaus geben wird, stelle nach Auffassung der Theaterleitung die Zukunftsfähigkeit der Stadt in Frage. Auch seien solche Einlassungen in der gegenwärtigen Debatte über die angestrebten Strukturveränderungen im Theater wenig hilfreich. Aus Sicht der Leitung sei es im Gegenteil gut möglich und nötig, dass es mittelfristig sogar einer fünften Sparte bedarf, um ein kulturelles Angebot für zukünftige Einwanderer und Migranten vorzuhalten. Zudem seien die wenig zukunftsträchtigen Ausführungen von Oberdorfer bezüglich der anstehenden Verhandlungen mit den Gewerkschaften für einen neuen Haustarifvertrag eine Belastung.